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16. April 2008: „Tag gegen Lärm“

Per pedes e.V. hat sich auch in diesem Jahr am „Tag gegen Lärm“ beteiligt.

Gemeinsam mit dem Unabhängigen Institut für Umweltfragen (UfU) haben wir die Schüler/innen der Rothenburg-Grundschule und Fichtenberg-Oberschule in Steglitz/Zehlendorf für das Thema „Lärm“ sensibilisiert.

Beim Betreten der Schule wurden alle unübersehbar auf das Thema aufmerksam gemacht. Über dem Eingangsportal flatterte ein Transparent mit der Feststellung „Es ist zu laut“

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In der Eingangshalle versammelten sich im Laufe des Vormittags neugierige Schüler/innen am Lärmmessgerät der Unfallkasse Berlin. Hier konnte hör- und sichtbar erfahren werden, dass die Lärmbelastung bereits ab 70 Dezibel im roten Bereich liegt.

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Susanne Neyen vom UfU zeigte Schüler_innen der fünften und siebenten Klassen die Funktion des Ohres und wies sie auf die vielfältigen Schädigungsmöglichkeiten hin. Besonders beliebt waren die winzigen Schneckengehäuse, der Innenohrschnecke vergleichbar, von denen sich jedes Kind ein Exemplar mitnehmen durfte. An diversen im Klassenraum aufgebauten Stationen gab es die Möglichkeit, die Funktionsweise der Ohren auszuprobieren und die Einstellungen des eigenen MP3-Players mit einem Lärmmessgerät zu überprüfen.

Schüler/innen der 10. Klasse dokumentierten die Experimente und erstellten ein Lärmprotokoll der Schule.

Aufgrund des großen Interesses wird das Projekt mit den beiden Schulen in diesem und kommenden Jahr fortgeführt.


Sieglinde Wagner

 

 

25. April 2007 - "Tag gegen Lärm"

Tag gegen Lärm   Tag gegen Lärm   Tag gegen Lärm   Tag gegen Lärm

10 Jahre Tag gegen Lärm - International Noise Awareness Day

Um Aufmerksamkeit für die Lärmproblematik zu erregen und das Bewusstsein für die Sinneswahrnehmung Hören zu stärken, beteiligte sich per pedes e. V. erneut mit einer Aktion am Tag gegen Lärm.

Ca. 75% der Menschen in Deutschland beklagen sich über Belästigung durch zu laute Geräusche, an der Spitze stehen nach wie vor die Straßenverkehrsgeräusche - 18% fühlen sich hochgradig belästigt - dicht gefolgt vom Fluglärm. Und obwohl zahlreiche Maßnahmen gegen Lärm entwickelt werden, nimmt die Belastung im Gesamtaufkommen eher zu - vornehmlich durch die Zunahme des motorisierten Individualverkehrs.

Wissenschaftliche Untersuchungen weisen deutlich auf schädigende Auswirkungen von Lärm auf das Herzkreislaufsystem hin. An Straßen mit einem Mittelungspegel von über 65 dB (A) ist das Herzinfarktrisiko der Anwohner um 20 % höher als in einer ruhigen Straße.

Die Leistungsfähigkeit von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen ist stark durch Lärm betroffen. Jungen und Mädchen, die in lärmreicher Umgebung aufwachsen, können sich schlechter konzentrieren und lernen schlechter lesen und schreiben. Sie haben ein geringeres Durchhaltevermögen, ihr Sozialverhalten ist oft gestört.

Die Bekämpfung von Verkehrslärm ist daher nicht nur eine umwelt- sondern auch eine sozialpolitische Herausforderung.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt einen Lärmpegel von 55 dB (A) tags und 45 dB (A) nachts für Räume, in denen sich Menschen aufhalten. Gesundheitliche Schäden drohen ab 55 dB (A).


Am Tag gegen Lärm wollte per pedes wissen, wie laut eine Berliner Wohn- und Geschäftsstraße ist. Gemeinsam mit Aktivisten des Unabhängigen Instituts für Umweltfragen (UfU) e. V. sowie Mitgliedern der BVV Köpenick, ausgerüstet mit einem Lärmmessgerät und Gehörschützern trafen wir uns in der Bahnhofstraße in Köpenick, zwischen S-Bahnhof Köpenick und Seelenbinderstraße, einem Straßenabschnitt, der hochgradig durch Straßenverkehrslärm belastet ist.

Interessierte Passanten der Bahnhofstraße konnten mithilfe des Lärmmessgeräts den Lärmpegel vor Ort messen:
Die Lärmmessungen an der Kreuzung vor dem Bahnhof ergaben einen Lärmpegel von rund 75 dB (A). Den Lärm bewusster wahrnehmen konnten Neugierige nach dem Absetzten der Gehörschützer: Das Alltägliche wurde nun umso störender, ja sogar schmerzhafter empfunden.

Viele Passanten diskutierten mit uns notwendige Maßnahmen zur Lärmreduzierung; viele kritisieren den Senat, der die "Interessen der Wirtschaft" über den Gesundheitsschutz der Bürger stelle. Viele fühlen sich vor Allem durch den Lärm der Autos gestört und wünschen sich durchgreifende Maßnahmen für deutlich weniger Verkehr.

Diese Forderungen haben wir am Tag gegen Lärm hörbar gemacht.

 

per pedes e.V.

per pedes e.V.

Fußgänger- und Umweltschutz in Berlin und Brandenburg